Erinnerungen

Die Salzprinzessin

Am Anfang kam ich mir immer vor, als wäre ich in einer riesigen Inzenierung des Märchens: „Des Kaisers neue Kleider“ und jeden Augenblick wache ich auf…
Das ich damit nicht alleine bin, hat mich vor kurzem etwas erleichtert (danke Natja Uhl!), frei nach Karl Valentin: „Wo alle das gleiche denken, wird nicht viel gedacht.“ Man lernt manche Menschen in der Kriese noch einmal ganz neu kennen und nicht nur das, auch die Sicht auf unser Land hat sich verändert.

Ein weiteres Märchen geht mir seit Wochen auch noch durch den Kopf, wenn ich, manchmal extra langsam über die Elbbrücken fahre und einen sehnsüchtigen Blick auf die Villa werfe. Es ist „Die Salzprinzessin“. Das Theater und die Kunst ist für mich das Salz in der Suppe, Nahrung für die Seele… für eine kurze Zeit mag man ohne sie auskommen, aber schon nach kurzer Zeit fängt man innerlich langsam an zu verhungern… Keine Ahnung, warum ich immer in Märchen denke… Ich mag sie halt.

Es macht mich so, sehr traurig, wenn ich in Euren Spielplan sehe und er ist leer… Für mich ist das Theater ein ganz besonderer Ort, an dem man (ich) mich einfach wohl fühle.
Vor vielen Jahren mußte ich für eine Weile viel Cortison nehmen. Ich konnte damals nicht mal mehr Radio hören, weil ich sofort genervt von dem Geräuschpegel war oder von Menschen, die ich sonst noch ganz gut „ertragen“ konnte. Der einzige Ort an dem ich mich damals noch wohl gefühlt habe, war zu Hause und bei euch im Theater. 

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