Impressionen

Die Einsamkeit des Langstreckenläufers

Ich habe unseren alten Klavierhocker, den ich im allerersten Lockdown restauriert habe, unter das Wohnzimmerfenster gestellt. Selbst im Sitzen wirkt der Platz noch gespenstisch. Die Straßenbahn, die heute gegen 23:00 Uhr durch den Kreis rumpelte, war vollkommen leer. Warum ist mir das im vergangenen Jahr nicht so sehr aufgefallen? Ich meine die Stadt ohne Menschen…

Jerzy hat heute früh seinen Marathon wegen der Bundesnotbremse erst um 5:15 Uhr gestartet. Er wollte ursprünglich um 4:00 Uhr loslaufen, weil er um 9:00 Uhr zurück sein wollte. Es wurde 10:00 Uhr, damit war er fünf Minuten schneller als vor vier Wochen. Ich ziehe meinen Hut und denke an „Die Einsamkeit des Langstreckenläufers“. Das muss endlich auf die Leseliste. Der Abend endete mit dem Film „Booksellers“ und der Frage, ob auch Bücher über uns Menschen Geschichten erzählen?

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