Impressionen

Der Abend an dem ich nur 60 Minuten Zeit hatte eine M&M-Tüte zu essen

Ein Scheißtag. Richtig Scheiße. Mit viel Tränen und Sorgen. Vorrangig wegen Corona. Dem Ding, dass mehr Fragen als Antwort bringt. Ein Tag, an dem mir die Sorgen um meinen Nachwuchs, bei dem ich eh schon beim auf die Welt bringen mehr Kraft brauchte, als vorher gedacht, über den Kopf wachsen. Der Tag, wo das Kleinekind kotzte (wie die drei Tage vorher auch) und danach zu dem Großenkind rief: Fang mich doch. (Ja, auch an Scheißtagen gibt es süße Momente.)

An diesem Tag wurde mir von zwei Seiten gespiegelt, dass meine Gesundheit und vor allem die Gesundheit meiner Kinder kein einziges M&M wert ist. Dass es besser ist, wenn sich Kinder (vor allem im Kitaalter) diese leckeren bunten Schokokugeln in die Nase stecken, als ein Stäbchen. Schließlich kann kind das M&M wenigsten danach essen. Das Stäbchen muss dann doch sehr kompliziert weiterverarbeitet werden und das alles kann mensch kind nicht antun. 

Irgendwie verging dieser Scheißtag und JA, ich habe es geschafft in den mir verbleibenden 60 Minuten, denn der Tag jenseits der Wohnung endet nun schon 22 Uhr, M&M zu kaufen und diese allein und bei bestem Dämmerungshimmel im Kalten an der Elbe in mich hineinzustopfen. Nein, ich habe mir sie nicht vorher in die Nase gesteckt.

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